„Keine Spur“ handelt davon wie es sein kann, wenn man versetzt wird. Sicher werden sich so gut wie alle in diesem Lied wiederfinden – wer was anderes von sich behauptet, lügt! Ich versuche stets sehr realitätsnah zu schreiben, damit sich der Leser leicht in die Texte hineinversetzen kann.
Keine Spur
ich hätt‘ gewettet, mein Tag der wär‘ gerettet
doch jetzt hast du dich verspätet
hätt‘ ich dich doch an mein Bett gekettet
meine koketten Koteletten hab ich mir gestutzt
und auch das Haus hab ich für dich geputzt
doch von all dem, willst du nichts wissen
vom ganzen Warten, hab ich in mein Kissen
ein Loch gerissen und fang an dich zu vermissen
und ich schaue stur immer nur auf die Uhr
auf den Straßen herrscht Hochkonjunktur
doch von dir ist keine Spur
oh was für ‘ne gemeine Tour
nicht mitnichten kann ich auf dich verzichten
im Fernsehen laufen bereits die Nachrichten
kaum auszudenken, wenn dich ein andrer kriecht, denn
ohne dich ist mein Alltag grau und schlicht
und mein Magen flau, ich bin von dir erpicht
und irgendwo in China fällt wieder ein Sack Reis
doch was interessiert mich dieser Scheiß
wenn ich ohnehin schon weiß, du kommst um keinen Preis
und ich schaue stur immer nur auf die Uhr
in meinem Flur hängt schon die Schnur
denn von dir ist keine Spur
oh was für ‘ne gemeine Tour
und ich wüsst gern, was dir an mir missfiel
ich gab dir alles, selbst mein letztes Eis am Stiel
und du mochtest, doch auch mein Memory-Spiel
was soll ich sagen, die Zeit mit dir war phänomenal
doch dein Verhalten ist nicht gerade sehr loyal
seit Wochen, hab ich dir versprochen, mich zu waschen
und sogar von Omas Süßkram durftest du naschen
und auch auf meine wohlbehüteten Pfandflaschen einen Blick erhaschen
und ich schaue stur immer nur auf die Uhr
auf den Straßen herrscht Hochkonjunktur
doch von dir ist keine Spur
oh was für ‘ne gemeine Tour