Eine Geschichte aus einem Wirtshaus
„was darf es sein der Herr?“
„ein reiner Wein soll es sein!“
doch der scheinbar reine Wein, war gar nicht fein
am End‘ mit seinem Latein aufgrund von dieser Schmach, brach
der Herr das Glas zu Zweien und fing an laut zu schreien
„oh nein, mein Wein, der ist nicht rein
das kann doch gar nicht sein – da hab ich lieber kein -
oh weia, oh weia, das ist mir nicht geheuer, der Wein
war doch so teuer“
auf dann schwang er sein Gebein über ein Gemäuer rüber
und zog davon – allein - in die nächste Kneipe rein
- willig, einen richtig reinen Wein sein „Mein“ zu
nennen
denn ein teurer Wein, sollt‘ eigentlich nicht zu
verkennen sein, denn
der Wein muss in der Kehle brennen, die Seele
überrennen, sich von Billigwein abtrennen
mit seinen Beinen in der nächsten Kneipe ganz benommen
angekommen
tritt er ein und fängt wieder an zu schreien:
„schenket ein mir einen reinen Wein“
„wir haben leider kein – nein, bitte jetzt nicht weinen,
aufgrund von dieser Pein, das sollte doch nicht blöd erscheinen, ich wollte ja
nur meinen …
doch es ist nicht schlimm, denn hier, nimm ‘en Bier“
das Bier schmeckte dem Zweibeiner wohl sehr
denn er wollte immer mehr
der Wirt sagte noch ganz beirrt „Obacht“,
doch dann später in der Nacht
doch dann später in der Nacht
die Kneipe schon lang Schicht im Schacht gemacht
hat der Herr nur noch gelacht und längst nicht mehr
daran gedacht
mit welch Unbedacht und aller Macht
er wollte einen reinen Wein gebracht
haben









